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Offener Kleiderschrank mit vertikal integrierten LED-Lichtleisten an den Schrankseiten
Ilyas Khan

Beleuchtung im Kleiderschrank: So planen Sie Licht, das wirklich hilft

Beleuchtung im Kleiderschrank: So planen Sie Licht, das wirklich hilft

Ein Kühlschrank ohne Licht wäre undenkbar – der Kleiderschrank bleibt trotzdem meistens dunkel. Dabei entscheidet Licht dort über Alltagstauglichkeit: dunkelblau von schwarz unterscheiden, morgens leise anziehen, ohne das Zimmerlicht einzuschalten. Hier ist der Praxis-Guide – für Neuplanung und Nachrüstung.

Integriert oder nachgerüstet?

Bei einem neuen Schrank nach Maß gehört Licht in die Planung, nicht ins Zubehörregal: LED-Profile werden bündig in die Seiten oder unter die Böden eingelassen, Kabel laufen unsichtbar, das Netzteil sitzt versteckt im Sockel oder auf dem Schrank. Das Ergebnis wirkt wie aus einem Guss und blendet nicht. Nachrüsten geht auch – mit batteriebetriebenen Sensorleuchten (schnell, aber regelmäßig laden/Batterien wechseln) oder aufgeklebten LED-Bändern mit Netzbetrieb (dauerhaft, aber sichtbare Technik, wenn nicht sauber geführt).

Schalten: Sensor, Türkontakt oder Schalter?

  • Türkontakt (bei Türen die beste Lösung): Tür auf, Licht an – zuverlässig, unsichtbar verbaut, keine Fehlauslösung.
  • Bewegungssensor (bei offenen Systemen und Ankleiden): reagiert aufs Betreten der Zone; auf gute Platzierung achten, damit nicht jede Bewegung im Raum schaltet.
  • Schalter/Dimmer: sinnvoll als Ergänzung in Ankleiden, wenn das Licht auch länger anbleiben soll.

Lichtfarbe: die unterschätzte Entscheidung

Für Kleidung gilt: neutralweißes Licht (ca. 4000 K) zeigt Farben am ehrlichsten – Sie sehen morgens, was Sie wirklich anziehen. Warmweiß (ca. 3000 K) wirkt wohnlicher und passt zu Ankleiden, die auch Aufenthaltsraum sind. Wichtig ist außerdem eine gute Farbwiedergabe (CRI ab 90), sonst kippen Blau- und Schwarztöne. Vermeiden: kaltes Licht ab 6000 K – es macht den schönsten Schrank zur Lagerhalle.

Wo das Licht sitzen sollte

Die beste Wirkung haben vertikale Lichtlinien an den Schrankseiten oder Leisten vorn unter jedem Boden – sie leuchten die Kleidung an, nicht die Regalkante. Eine einzelne Deckenleuchte davor erzeugt genau das Gegenteil: Ihr eigener Schatten fällt in den Schrank. In Ankleiden gilt: Grundlicht an der Decke plus Zonenlicht am Schrank – und der Spiegel bekommt Licht seitlich, nicht von oben.

Technik-Kurzcheck für die Planung

Bewährt haben sich durchgehende LED-Bänder (COB) in Aluprofilen mit Diffusor – sie geben eine ruhige Lichtlinie statt einzelner Punkte. Das Netzteil gehört zugänglich, aber unsichtbar verbaut und etwas größer dimensioniert als die reine LED-Leistung. Bei uns ist das Teil der Schrankplanung: Sie wählen Zonen und Lichtfarbe, wir integrieren Profile, Sensorik und Netzteil ab Werk.

Licht von Anfang an

Ob begehbarer Kleiderschrank, Ankleide oder Schrankwand – sagen Sie uns einfach, welche Zonen Licht bekommen sollen: Anfrage senden.

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