Die fünf Aufmaß-Fehler, die bei Türen teuer werden

Die fünf Aufmaß-Fehler, die bei Türen teuer werden
Bei einer Maßanfertigung gibt es keinen Toleranzpuffer wie bei Standardware – ein falsch abgelesener Zentimeter bedeutet nicht „etwas enger“, sondern ein Teil, das nicht passt. Deshalb entscheidet das Aufmaß über Erfolg oder teure Nachbestellung. Hier sind die fünf häufigsten Fehler – und wie Sie sie vermeiden.
Fehler 1: Nur an einer Stelle messen
Der häufigste Fehler. Wer Öffnungsbreite und -höhe nur einmal misst, übersieht, dass sich viele Öffnungen über die Jahre gesetzt haben – oben schmaler als unten. Richtig: Breite und Höhe an je drei Stellen messen, der kleinste Wert zählt. Die Anleitung: Türen richtig ausmessen.
Fehler 2: Die Wandstärke falsch nehmen
Die Wandstärke bestimmt die Zarge – und sie wird inklusive Putz, Fliesen und Wandbelag gemessen, nicht als Rohbaumaß. Wer das Rohmaß nimmt, bekommt eine Zarge, die nicht herumreicht. Und auch hier: an mehreren Punkten messen. Details: Wandstärke & Bekleidungsbreite.
Fehler 3: Die DIN-Richtung verwechseln
Links oder rechts – das bestimmt, auf welcher Seite die Bänder sitzen und wohin die Tür aufschlägt. Eine Tür in der falschen Anschlagrichtung ist unbrauchbar. Wie man es in zehn Sekunden bestimmt: DIN links oder rechts.
Fehler 4: Beim Blatttausch die Bänder ignorieren
Wer nur das Blatt tauscht, braucht nicht nur das richtige Falzmaß, sondern auch die passenden Bänder – in Bauart, Position und Anzahl. Das ist der Punkt, an dem die meisten Blatttausch-Bestellungen scheitern. Fotografieren Sie ein Band aus der Nähe. Die Prüfliste: Türblatt wechseln ohne Zarge, das Falzmaß: Falzmaß messen.
Fehler 5: Vor dem fertigen Boden messen
Die Türhöhe richtet sich nach dem fertigen Boden. Wer im Neubau oder bei der Renovierung vor dem Verlegen misst, misst zu kurz oder zu lang. Erst der Boden, dann die Türen – die richtige Reihenfolge: Haus modernisieren.
Der sicherste Schutz: Aufmaß vor Ort
All diese Fehler entfallen, wenn der Fachmann das Aufmaß nimmt – gerade im Altbau, wo Öffnungen schief und ungleichmäßig sind. Er sieht Dinge, an die man beim Selbstmessen nicht denkt: wohin die Tür aufschlägt, wo ein Rohr stört, welche Bekleidungsbreite die Laibung braucht. Bei mehreren Türen oder verwinkelten Situationen lohnt sich das fast immer: Aufmaß- und Montageservice.
Wenn Sie selbst messen: schicken Sie ein Foto dazu
Auch wenn Sie selbst messen – ein Foto der Öffnung hilft uns, Ihre Werte gegenzuprüfen und Unstimmigkeiten zu erkennen, bevor gefertigt wird. So fangen wir Fehler ab, die sonst erst bei der Lieferung auffallen würden. Was wir genau brauchen: Angebot einholen.
Lieber einmal zu viel geprüft
Bei Maßarbeit prüfen wir die kritischen Maße vor der Fertigung noch einmal – das ist Absicht, kein Misstrauen. Schicken Sie uns Ihre Maße und ein Foto: Jetzt anfragen.