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Zollstock misst die Wandstärke einer Türöffnung inklusive Putz
Ilyas Khan

Türzarge: Wandstärke richtig messen und Bekleidungsbreite wählen

Türzarge: Wandstärke richtig messen und Bekleidungsbreite wählen

Eine Zarge, die nicht zur Wand passt, ist ärgerlicher als ein Türblatt, das nicht passt. Das Türblatt kann man notfalls kürzen – eine Zarge mit zu geringer Tiefe steht über, eine mit zu großer Tiefe klafft. Und kaum jemand braucht nur eine Zarge, weshalb sich der Fehler meist über das ganze Haus zieht. Zwei Maße entscheiden: die Wandstärke und die Bekleidungsbreite.

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Wandstärke: immer die fertige Wand, immer die stärkste Stelle

Die Wandstärke ist die Tiefe der Wand, die die Zarge umfassen muss. Gemessen wird sie an der fertigen Wand – also inklusive Putz, Fliesen, Paneelen oder Trockenbauplatten. Wer im Rohbau misst, muss den späteren Aufbau addieren. Sicherer ist, erst zu verputzen oder zu fliesen und dann zu messen.

Messen Sie an mindestens fünf bis sechs Stellen: links und rechts in Kniehöhe und Schulterhöhe, dazu oben am Sturz. Maßgeblich ist der größte Wert. Das ist der Unterschied zu Breite und Höhe, bei denen der kleinste Wert zählt.

Der Verstellbereich: warum Zargen in Stufen angeboten werden

Zargen gibt es nicht für jede Wandstärke einzeln, sondern in Stufen – zum Beispiel 80, 100, 120, 145, 165, 185 mm. Jede Stufe hat einen Verstellbereich, meist um die 15 bis 20 mm nach oben. Über ein Nut-Feder-System wird die Bekleidung stufenlos herausgezogen. Eine 145er-Zarge passt also typischerweise für Wände von 145 bis etwa 160 mm.

Wenn Ihre gemessene Wandstärke am oberen Ende eines Verstellbereichs liegt, wählen Sie im Zweifel die nächstgrößere Zargenstufe. Die genauen Verstellbereiche stehen in den Produktangaben, zum Beispiel bei unserer Zarge Weißlack CPL Softeck.

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Bekleidungsbreite: das sichtbare Maß

Die Bekleidungsbreite ist die Breite des Zargenteils, das auf der Wand aufliegt und das Sie von vorn sehen. Üblich sind 60 und 70 mm. Eine 60-mm-Bekleidung wirkt schlank und modern. Eine 70-mm-Bekleidung ist etwas präsenter und verzeiht mehr: Bei Altbauwaänden mit welligem Putz deckt sie Unebenheiten besser ab. Unsere Zarge Weißlack NEO führen wir mit 70 mm, die Accent-Serie wie Graphitgrau mit 60 mm.

Faustregeln nach Wandtyp

Bei Trockenbauwänden mit 100 bis 125 mm Stärke ist die 60-mm-Bekleidung die Standardwahl. Bei Mauerwerk von 120 bis 175 mm sind 60 und 70 mm beide üblich. Bei dicken Altbauwaänden ab 180 mm empfehlen wir 70 mm oder eine profilierte Bekleidung.

Kantenform: Softeck, Rundkante, Profilkante

Die Softeck – eine leicht gebrochene, fast eckige Kante – passt zu modernen, geradlinigen Räumen. Die Rundkante ist weicher und unempfindlicher gegen Stöße. Die Profilkante, etwa bei unserer Zarge Weißlack CPL profiliert, bringt eine klassische Note. Wichtig: Kantenform der Zarge und Kantenform des Türblatts sollten zusammenpassen.

Wenn Fliesen oder Paneele ins Spiel kommen

Im Bad zählt die Fliesensärke plus Kleber zur Wandstärke, wenn die Fliesen unter der Zarge enden. Beides muss vorher entschieden werden – nachträglich lässt sich eine eingebaute Zarge nicht verbreitern.

Was Sie uns für die Bestellung nennen

Wandstärke an der stärksten Stelle, Wandoffnung in Breite und Höhe, gewünschte Bekleidungsbreite, Kantenform, Dekor und DIN-Richtung. Die DIN-Richtung erklären wir im Beitrag Türanschlag DIN links oder rechts, alle Zargenarten auf der Seite Türzarge nach Maß.

Unsicher beim Aufmaß? Schicken Sie uns Ihre Werte – wir prüfen sie, bevor gefertigt wird.

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