Kleiderschrank-Maße: die Standardhöhen und -tiefen, die wirklich funktionieren

Kleiderschrank-Maße: die Standardhöhen und -tiefen, die wirklich funktionieren
Ein Kleiderschrank funktioniert nur mit den richtigen Maßen – zu flach, und die Bügel passen nicht; die Stange zu niedrig, und die Kleider schleifen. Diese Werte sind keine Willkür, sondern haben sich über Jahrzehnte bewährt. Wer sie kennt, plant richtig. Hier die Maße, die zählen – als Orientierung, bevor es an die Maßplanung geht.
Die Tiefe: 60 Zentimeter sind der Standard
Damit ein Kleiderbügel quer hängt, ohne an die Tür zu stoßen, braucht der Schrank innen rund 60 cm Tiefe (außen also etwa 62 bis 65 cm). Weniger geht nur mit Tricks: Bei 40 bis 45 cm Tiefe muss die Stange längs statt quer laufen (ausziehbarer Kleiderlift) – sinnvoll in schmalen Fluren, aber mit weniger Kapazität. Alles unter 35 cm ist kein Hängeschrank mehr, sondern ein Fachschrank.
Die Hängehöhen
- Lang-Hänge-Zone (Kleider, Mäntel): mindestens 150 cm unter der Stange, besser 160.
- Kurz-Hänge-Zone (Hemden, Blusen, Hosen auf Bügeln): rund 90 bis 100 cm – der große Vorteil: Darüber passt eine zweite Ebene, was die Hängekapazität auf gleicher Breite verdoppelt.
- Die Stange sollte mit rund 4 bis 6 cm Abstand zur Oberkante montiert sein, damit die Bügel sauber einhängen.
Fachböden und Schubladen
Fachböden für Gefaltetes liegen idealerweise in Griffhöhe – zwischen etwa 70 und 140 cm über dem Boden, wo man ohne Bücken und ohne Strecken hinkommt. Der Abstand zwischen den Böden beträgt für Pullover-Stapel rund 30 bis 35 cm. Schubladen und Auszüge gehören in den unteren Bereich, wo man von oben hineinschaut. Die vollständige Zonenplanung: Kleiderschrank-Innenausstattung.
Die Gesamthöhe: bis unter die Decke
Standardschränke enden auf etwa 200 cm – und verschenken die letzte halbe Höhe. Ein Maßschrank geht bündig bis unter die Decke; die oberste Zone über rund 200 cm übernimmt die Archivfunktion für Koffer, Bettzeug und Saisonware, die man zweimal im Jahr anfasst. Deshalb ist raumhoch fast immer die bessere Wahl.
Warum Standardmaße nur der Anfang sind
Diese Werte sind Orientierung, kein Gesetz. Wer viel hängt, braucht mehr Stangen; wer faltet, mehr Böden; wer groß ist, höhere Hängezonen. Und die Außenmaße richten sich ohnehin nach Ihrer Wand – genau das ist der Punkt, an dem Standardmöbel scheitern und Maßarbeit beginnt. In einer krummen Nische füllt der Maßschrank die Fläche bündig aus, während ein Katalogschrank Restspalt lässt (wie das geht).
Vom Standardmaß zur Maßplanung
Nehmen Sie diese Werte als Ausgangspunkt und senden Sie uns Ihre Wandmaße plus eine kurze Beschreibung Ihrer Garderobe – wir planen die Aufteilung, die zu Ihnen passt: Kleiderschrank nach Maß, fürs Schlafzimmer insgesamt: Schlafzimmer nach Maß. Fragen? Anfrage senden.