Stauraum im kleinen Haus: die sieben Flächen, die alle vergessen

Stauraum im kleinen Haus: die sieben Flächen, die alle vergessen
In kleinen Häusern und Wohnungen entscheidet nicht die Quadratmeterzahl über den Stauraum, sondern wie clever man die vorhandenen Flächen nutzt. Und die wertvollsten sind genau die, an die Standardmöbel nicht herankommen. Hier sind die sieben Zonen, die in fast jedem Haus ungenutzt bleiben – und wie man sie erschließt.
1. Unter der Treppe
Der am häufigsten leer stehende Keil im ganzen Haus. Mit Auszügen statt Türen wird der schräge Totraum zum nützlichsten Stauraum überhaupt – Garderobe, Vorratskammer oder Mini-Homeoffice: Schrank unter der Treppe, Planung: Treppenschrank planen.
2. Die Höhe über Kopf
Standardschränke enden auf zwei Metern und lassen die letzte halbe Höhe ungenutzt. Ein raumhoher Maßschrank holt genau diese Zone für Saisonware zurück, ohne Bodenfläche zu kosten: Einbauschrank nach Maß.
3. Die Nische und der Versprung
Jeder Rücksprung an der Wand, jede Nische neben dem Kamin oder der Wohnungstür ist verschenkte Fläche, solange kein Standardmöbel exakt hineinpasst. Nach Maß wird daraus ein bündiges Einbauelement: Nische richtig ausmessen.
4. Die Dachschräge
Unter der Schräge geht die niedrige Zone bei Standardmöbeln komplett verloren. Schubkästen und Auszüge nutzen sie, während die Stehhöhe für Hängendes bleibt: Dachgeschoss ausbauen.
5. Der schmale Flur
Ein schmaler Flur scheint keinen Platz für Stauraum zu haben – bis man Jacken quer statt längs hängt und mit 20 bis 35 cm Tiefe auskommt: Garderobe für den schmalen Flur, die Schuhe: Schuhschrank nach Maß.
6. Die Eckbank im Essbereich
Der Raum unter einer Sitzbank ist Stauraum, den niemand als solchen wahrnimmt – ideal für alles, was selten gebraucht wird: Esszimmer nach Maß.
7. Der Hauswirtschafts- und Technikraum
Waschmaschine und Trockner übereinander statt nebeneinander sparen einen halben Quadratmeter Boden, deckenhohe Schränke nehmen den Rest auf. Der am häufigsten zu klein geplante Raum wird so nutzbar: HWR planen.
Die zwei Regeln, die immer gelten
In die Höhe, nicht in die Tiefe. Ein raumhoher, schmaler Schrank fasst mehr als ein breiter, niedriger – und verstellt weniger Boden. Bewegungsfläche zuerst. Erst der Durchgang (rund 90 cm im Flur, 100–120 cm vor Auszügen), dann das Möbel. Aus diesen Werten ergibt sich die mögliche Tiefe von selbst. Beides gesammelt: Kleine Räume: Stauraum nach Maß.
Warum Maßarbeit im kleinen Haus am meisten bringt
Je kleiner der Raum, desto teurer ist jeder verschenkte Zentimeter: 20 cm Passleiste sind in einer schmalen Küche zehn Prozent der Küche. Ein Standardschrank in einer krummen Nische lässt sichtbaren Restspalt; ein Maßschrank füllt sie über Passleisten bündig aus (wie das geht). Genau deshalb ist Maßarbeit im kleinen Haus kein Luxus, sondern die einzige Lösung, die aufgeht.
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