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Alte Türöffnung im Altbau wird ausgemessen
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Türen im Altbau: Warum Normmaße hier fast nie passen

Alte Türöffnung im Altbau wird ausgemessen

Türen im Altbau: Warum Normmaße hier fast nie passen

Wer eine Tür im Altbau tauschen will, macht oft dieselbe Erfahrung: Die Tür aus dem Baumarkt passt nicht. Zu niedrig, zu schmal, zu breit, oder die Zarge sitzt in einer Wand, die deutlich dicker ist als heute üblich. Das liegt nicht an schlechter Planung von damals – es liegt daran, dass die Normen sich geändert haben. Hier steht, was im Altbau anders ist und wie man es löst.

Warum die Öffnungen abweichen

Historische und Vorkriegs-Häuser wurden vor der heutigen Standardisierung gebaut. Türöffnungen folgten dem, was der Baumeister für richtig hielt, nicht einer DIN-Norm. Das Ergebnis: Öffnungen, die höher, niedriger, schmaler oder breiter sind als das heutige Standardmaß – und die oben oft ein paar Zentimeter schmaler sind als unten, weil sich das Haus über ein Jahrhundert gesetzt hat. Die aktuellen Normmaße zum Vergleich: Zimmertür-Maße nach DIN 18101.

Die drei Wege im Altbau

1. Tür im Sondermaß. Der saubere Weg: Wir fertigen das Blatt auf Ihre tatsächliche Öffnung, mit vollem Rahmen und stabilen Kanten – statt eine Normtür zurechtzusägen und dabei die Stabilität zu ruinieren. Details: Innentür im Sondermaß. Wie viel man an einem Blatt überhaupt kürzen darf: Zimmertür kürzen.

2. Nur das Blatt tauschen. Ist die alte Zarge fest und gerade, genügt oft ein neues Blatt – wenn Falzmaße und Bänder passen. Die Prüfliste: Türblatt wechseln ohne Zarge.

3. Komplett neu mit Zarge. Bei verzogener Zarge oder wenn die Öffnung sich stark gesetzt hat, lohnt das Element aus einem Guss – Zarge auf die reale Wandstärke: Türzarge nach Maß.

Die dicke Wand: ein Fall für die Zarge

Massives Altbaumauerwerk ist oft deutlich dicker als heutige Wände – und die Standardzarge reicht nicht herum. Wir fertigen die Zarge auf die tatsächliche Wandstärke, gemessen an sechs Punkten inklusive Putz, und empfehlen im Altbau meist eine breitere Bekleidung, weil sie die unregelmäßig verputzten Laibungen großzügiger überdeckt. Wie man richtig misst: Wandstärke und Bekleidungsbreite. Bei sehr dicken Wänden oder gemauerten Bögen: Blendrahmen nach Maß.

Der Stil: nicht jede moderne Tür passt

Eine glatte Hochglanztür wirkt neben Stuck, hohen Decken und Dielenboden schnell wie ein Fremdkörper. Wer den Altbau-Charakter erhalten will, wählt eine Kassettentür, die die vorhandene Formensprache aufnimmt – ohne etwas Historisches vorzutäuschen: Kassettentüren, die Stilfrage: profiliert oder glatt? Der bewusste Kontrast – eine ruhige moderne Fläche neben altem Stuck – funktioniert ebenfalls, wenn er konsequent gemacht ist.

Steht das Haus unter Denkmalschutz?

Dann gelten für sichtbare Bauteile eigene Regeln. Was üblicherweise geht und was vorab mit der Behörde abzustimmen ist, steht im Beitrag Denkmalschutz und Türen.

Vom Aufmaß bis zur Montage

Gerade im Altbau lohnt das Aufmaß vor Ort – schiefe Öffnungen lassen sich schlecht am Telefon beschreiben: Aufmaß- und Montageservice. Alternativ senden Sie uns Öffnungsbreite und -höhe an drei Stellen (der kleinste Wert zählt), die Wandstärke inklusive Putz und die DIN-Richtung – die Anleitung: Türen richtig ausmessen. Alle Lösungen für gewachsenen Bestand: Altbau: Türen und Möbel nach Maß.

Jetzt anfragen

Schicken Sie uns Fotos und Maße Ihrer Altbautüren – wir sagen Ihnen, welcher der drei Wege bei Ihnen der richtige ist: Anfrage senden.

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