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Wohnungstür austauschen in der Mietwohnung: Was erlaubt ist und wer zahlt
Ilyas Khan

Wohnungstür austauschen in der Mietwohnung: Was erlaubt ist und wer zahlt

Wohnungstür austauschen in der Mietwohnung: Was erlaubt ist und wer zahlt

Hinweis: Dieser Beitrag gibt die gängige Praxis und die allgemeinen Grundsätze des deutschen Mietrechts wieder. Er ersetzt keine Rechtsberatung. Im Einzelfall entscheiden Mietvertrag, Hausordnung und gegebenenfalls ein Mieterverein oder Anwalt.

Die alte Wohnungstür ist dünn, zugig, man hört jedes Gespräch aus dem Treppenhaus, und das Schloss stammt aus einer anderen Zeit. Der Wunsch nach einer neuen Tür ist verständlich. In der Mietwohnung ist er aber nicht so einfach umzusetzen wie im Eigentum – die Tür gehört zum Haus, nicht zur Wohnung.

Die Grundregel: Die Tür gehört dem Vermieter

Die Wohnungseingangstür ist Bestandteil der Bausubstanz. Sie auszutauschen ist eine bauliche Veränderung, für die der Mieter die Zustimmung des Vermieters braucht. Ohne Zustimmung ist der Tausch ein unerlaubter Eingriff – mit dem Risiko, beim Auszug den Rückbau zahlen zu müssen. Umgekehrt hat der Vermieter die Pflicht, die Mietsache in einem gebrauchsfähigen Zustand zu halten. Schließt die Tür nicht richtig, ist das ein Mangel – den muss der Vermieter beheben.

Wann der Vermieter zahlen muss

Bei einem echten Mangel: Die Tür lässt sich nicht mehr abschließen, das Blatt ist verzogen, Bänder sind ausgerissen. Solche Mängel schriftlich anzeigen und eine Frist setzen. Nicht zahlen muss der Vermieter, wenn die Tür funktioniert, aber alt oder unschön ist.

Was Sie ohne Zustimmung dürfen

Alles Reversible: den Profilzylinder tauschen (alten aufbewahren), eine Türkette anbringen, den Türgriff wechseln sofern keine neuen Bohrungen nötig sind. Auch ein Türspion ist meist unproblematisch.

Wenn Sie die Tür auf eigene Kosten tauschen wollen

Das geht – mit Zustimmung. Gehen Sie mit einem konkreten Vorschlag zum Vermieter: Dekor, Hersteller, technische Daten, Einbau durch einen Fachbetrieb. Klären Sie schriftlich: Bleibt die Tür beim Auszug? Zahlt der Vermieter einen Ausgleich? Wer haftet beim Einbau?

Der Kompromiss: Blendrahmen statt Zargentausch

Bei intakter Stahlzarge wird ein Blendrahmen nach Maß vor die vorhandene Zarge gesetzt und nimmt das neue Türblatt auf. Kein Stemmen, kein Schmutz, meist an einem Tag erledigt. Für Vermieter ist das oft der Punkt, an dem aus einem Nein ein Ja wird.

Modernisierung durch den Vermieter

Tauscht der Vermieter die Türen im ganzen Haus, ist das eine Modernisierung. Er darf einen Teil der Kosten über eine Mietererhöhung umlegen – derzeit bis zu acht Prozent der Modernisierungskosten pro Jahr (Stand § 559 BGB – bitte aktuell gegenprüfen).

Förderung

Einbruchhemmende Wohnungstüren werden von der KfW gefördert, sowohl für Eigentümer als auch für Mieter – mit Zustimmung des Vermieters. Was RC1 bis RC3 bedeuten: Sicherheitsklassen RC1 bis RC3.

Was Sie mitbringen sollten

Foto der Tür und Zarge von beiden Seiten, Maße des Türblatts, Wandstärke, Info ob Treppenhaus beheizt. Unsere Wohnungseingangstüren: Wohnungseingangstür CPL. Für ein Angebot für den Vermieter: Kontakt.

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