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Begehbaren Kleiderschrank planen: Schritt für Schritt zum Ergebnis
Ilyas Khan

Begehbaren Kleiderschrank planen: Schritt für Schritt zum Ergebnis

Begehbaren Kleiderschrank planen: Schritt für Schritt zum Ergebnis

Ein begehbarer Kleiderschrank ist keine Frage der Quadratmeter allein, sondern der Planung. Wir sehen regelmäßig Räume, die groß genug wären, aber durch eine ungünstige Aufteilung eng und unpraktisch wirken – und umgekehrt kleine Nischen, die durch clevere Planung erstaunlich viel Stauraum bieten. Der Unterschied liegt fast immer im Gang und in der Zonenaufteilung. Diese Anleitung führt Sie der Reihe nach durch die Entscheidungen; wie viel auf 4, 6 oder 8 Quadratmetern realistisch ist, rechnet der Beitrag Was passt auf welche Fläche? vor.

Schritt 1: Der Gang bestimmt alles

Die wichtigste Zahl ist nicht die Raumfläche, sondern die Gangbreite zwischen den Schrankelementen: mindestens 80 cm, komfortabel 100 bis 120 cm – vor allem dort, wo Schubladen geöffnet werden sollen, während jemand davorsteht. Bei Schränken auf beiden Seiten des Gangs planen Sie also mindestens rund 2,20 m Raumbreite ein, sonst wird der begehbare Kleiderschrank zur Engstelle statt zum Komfortgewinn.

Schritt 2: Die Nische korrekt ausmessen

Bevor Sie mit der Zonenplanung beginnen, muss die verfügbare Nische exakt vermessen sein – inklusive kleinerer Abweichungen in Wandwinkeln, die bei begehbaren Lösungen stärker auffallen als bei einem einzelnen freistehenden Schrank. Eine ausführliche Anleitung dazu bietet der Beitrag Nische für Einbauschrank richtig ausmessen.

Schritt 3: Zonen statt gleichmäßiger Fächer

Der häufigste Planungsfehler ist ein Schrank mit überall gleich hohen Fächern und Stangen. Sinnvoller ist eine Aufteilung in Zonen: eine Lang-Hänge-Zone für Kleider und Mäntel (mindestens 1,50 m Höhe), eine Kurz-Hänge-Zone für Oberteile und Hosen auf Bügeln (ca. 90 bis 100 cm), offene Fächer für gefaltete Kleidung in Griffhöhe sowie Schubladen im unteren Bereich für Wäsche und Accessoires. Eine detaillierte Anleitung zur Innenaufteilung – inklusive typischer Fehler – finden Sie im Beitrag Kleiderschrank-Innenaufteilung planen.

Schritt 4: Beleuchtung von Anfang an mitplanen

Ein begehbarer Kleiderschrank ohne eigene Beleuchtung ist eine der häufigsten Nachrüst-Anfragen, die wir bekommen – meist, weil die vorhandene Raumbeleuchtung durch die Schrankelemente selbst verschattet wird. Planen Sie LED-Leisten in oder unter den Fachböden gleich mit ein, idealerweise mit Sensor, damit beim Betreten automatisch Licht angeht. Welche Technik sich bewährt hat: Beleuchtung im Kleiderschrank planen.

Schritt 5: Standardmaße als Orientierung

Für die einzelnen Elemente – Stangenhöhen, Fachtiefen, Schubladenmaße – orientieren Sie sich am besten an bewährten Werten, statt jedes Maß neu zu erfinden. Eine Übersicht bietet der Beitrag Kleiderschrank-Standardmaße.

Zugang: Schiebetür, Drehtür oder offen?

Ob der begehbare Kleiderschrank eine Tür braucht, hängt vom Raum ab. In offenen Ankleidebereichen ist oft gar keine Tür nötig; führt der Gang direkt vom Schlafzimmer ab, sorgt eine Tür für Ordnung im Sichtfeld. Bei knappem Platz vor der Öffnung ist eine Schiebetür fast immer die bessere Wahl – der Vergleich beider Systeme steht im Beitrag Schiebetür oder Drehtür am Kleiderschrank?

Fazit

Planen Sie zuerst den Gang, dann die Zonen, dann erst die Details wie Farbe und Front. Diese Reihenfolge verhindert den häufigsten Fehler – einen Schrank, der auf dem Papier gut aussieht, aber im Alltag zu eng oder unpraktisch ist.

Zur Übersicht: Begehbarer Kleiderschrank nach Maß. Individuelle Planung: Kontakt.

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