Skip to content

Sign In

Schiebetür mit flächenbündiger Griffmuschel – sicher für Kinderhände
LIY-Online

Kindersicher wohnen: Türen und Schränke, die mitdenken

Kindersicher wohnen: Türen und Schränke, die mitdenken

Die meisten Unfälle im Haushalt passieren nicht an gefährlichen Geräten, sondern an Alltagsgegenständen – an Türen, die zufallen, und an Möbeln, die kippen. Das Gute daran: Beides lässt sich mit Entscheidungen lösen, die beim Kauf getroffen werden und danach nie wieder Aufmerksamkeit brauchen. Keine Plastikklötze an jeder Schublade – sondern Technik, die ohnehin verbaut ist.

Die Kippsicherung: der wichtigste Punkt überhaupt

Hohe, freistehende Möbel können kippen, wenn ein Kind sich an ausgezogenen Schubkästen hochzieht – das ist die ernsteste Gefahr im Kinderzimmer und wird am häufigsten unterschätzt. Jeder hohe Schrank gehört an der Wand befestigt, ohne Ausnahme.

Genau hier hat der Einbauschrank einen Vorteil, der selten genannt wird: Er ist konstruktionsbedingt mit Wand und Decke verbunden – die Kippsicherung ist kein Zubehör, sondern Teil der Montage. Mehr dazu: Einbauschrank nach Maß und Kinderzimmer nach Maß.

Finger und Türen: die zwei Gefahrenstellen

An einer Tür gibt es zwei Punkte, an denen Kinderhände leiden:

  • Die Schließkante – zwischen Blatt und Zarge, dort wo die Tür zufällt. Hier hilft gedämpftes Schließen: Soft-Close-Bänder oder ein Dämpfer verhindern das Zuknallen bei Durchzug. Der einfachste Zusatz ist ein Türstopper, der die Tür gar nicht erst ins Schlagen bringt.
  • Die Bandseite – der schmale Spalt an der Scharnierseite. Er wird fast immer übersehen, ist aber die häufigere Verletzungsstelle. Fingerschutzprofile schließen genau diesen Spalt.

Bei Schiebetüren liegt der Quetschpunkt zwischen Blatt und Wand- beziehungsweise Zargenkante. Softclose in beide Richtungen, ein Anschlagpuffer und ein flacher, verdeckter Bodenführer entschärfen das – die Details stehen im Beitrag Schiebetür im Kinderzimmer.

Glas: nicht verbieten, richtig wählen

Glastüren und Lichtausschnitte sind im Haushalt mit Kindern kein Tabu – vorausgesetzt, es ist Sicherheitsglas. Bei Bruch zerfällt es in stumpfe Krümel statt in scharfe Scherben. Wichtig ist zusätzlich die Erkennbarkeit: Eine große, klare Glasfläche übersieht man beim Rennen. Satiniertes Glas, ein Streifendekor oder ein Lichtausschnitt statt ganzer Glasfläche lösen das – Türen mit Lichtausschnitt, satiniert oder Klarglas?

Griffe und Beschläge auf Kinderhöhe

Auf der Höhe, auf der Kinder unterwegs sind, zählt nicht das Design, sondern die Form: flache Griffmulden oder grifflose Fronten bieten nichts zum Hängenbleiben und Anstoßen. An Schränken sind Vollauszüge mit Dämpfung angenehmer als Türen, die aufschlagen. Und die WC-Garnitur mit Notöffnung von außen ist kein Komfort-Extra: Sie ist die Lösung für das Kind, das sich im Bad einschließt (Garnituren im Überblick).

Stauraum so planen, dass Ordnung möglich ist

Sicherheit ist zur Hälfte eine Frage der Aufteilung: Was Kinder selbst erreichen sollen, gehört nach unten – was sie nicht erreichen sollen, nach oben. Putzmittel, Werkzeug und Kleinteile in die obere, geschlossene Zone; Spielzeug in tiefe Auszüge auf Bodenhöhe, in die man einfach hineinlegt. Wer das beim Planen berücksichtigt, braucht später kaum Sicherungen. Zonen und Höhen: Innenaufteilung planen.

Robust heißt auch sicher

Ein praktischer Punkt zum Schluss: Oberflächen, die Sticker, Filzstifte und Fußabdrücke aushalten, bleiben länger intakt – und intakte Kanten splittern nicht. CPL ist dafür die pragmatische Wahl (CPL-Türen); matte Anti-Fingerprint-Oberflächen halten den Alltag mit Kinderhänden am besten aus (Anti-Fingerprint-Türen). Pflegehinweise: Pflege & Reinigung.

Beim Planen gleich mitdenken

Sagen Sie uns bei der Anfrage einfach, dass Kinder im Haus sind – dann schlagen wir Dämpfung, Griffform und Aufteilung passend vor, statt sie später nachzurüsten: Jetzt anfragen.

Home Shop
Wunschliste
Log in