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Kleiderschrank nach Maß kaufen: Was Sie vor der Bestellung entscheiden müssen
Ilyas Khan

Kleiderschrank nach Maß kaufen: Was Sie vor der Bestellung entscheiden müssen

Ein Kleiderschrank nach Maß ist eine Entscheidung für zwanzig Jahre – und genau deshalb lohnt es sich, sechs Fragen vor der Anfrage zu klären statt nach der Lieferung. Die gute Nachricht: Keine davon ist kompliziert. Wer diese Checkliste durchgeht, bekommt am Ende einen Schrank, der auf den Zentimeter passt und im Alltag genau so funktioniert, wie der Morgen es verlangt.

Entscheidung 1: Der Standort – und seine ehrlichen Maße

Messen Sie die Wand in Breite und Höhe an mehreren Stellen – Wände sind selten gerade, und der kleinste Wert zählt. Notieren Sie Steckdosen, Lichtschalter, Heizkörper und Fensterlaibungen im Schrankbereich. Bei einer Nische ist die Messung besonders kritisch, weil der Schrank an drei Seiten anschließt: Die komplette Anleitung liefert der Beitrag Nische für den Einbauschrank richtig ausmessen. Und unter der Dachschräge gelten eigene Regeln – dort hilft der Ratgeber Dachschrägenschrank planen.

Entscheidung 2: Schiebetüren oder Drehtüren?

Die wichtigste Komfortfrage. Schiebetüren brauchen keinen Schwenkbereich – vor dem Bett, im schmalen Schlafzimmer oder im Flur sind sie fast immer die richtige Wahl; alle Details zeigt die Seite Schiebetürenschrank nach Maß. Drehtüren geben den kompletten Blick auf einmal frei und dichten besser gegen Staub. Die ausführliche Abwägung mit allen Für und Wider finden Sie im Vergleich Schiebetür oder Drehtür am Kleiderschrank?

Entscheidung 3: Die Innenaufteilung – vom Inhalt her denken

Der häufigste Planungsfehler: erst der Schrank, dann der Inhalt. Richtig ist die umgekehrte Reihenfolge. Zählen Sie, was hängen muss (Hemden, Kleider, Mäntel – Langgarderobe braucht deutlich mehr Höhe), was liegen kann und was in Schubladen gehört. Erst daraus ergibt sich die Aufteilung aus Kleiderstangen, Böden und Auszügen. Wie Sie das systematisch planen, zeigt der Beitrag Kleiderschrank-Innenaufteilung planen.

Entscheidung 4: Raumhoch oder mit Luft nach oben?

Ein maßgefertigter Schrank kann bis zur Decke reichen – das oberste Fach übernimmt Saisonware und Koffer, und es entsteht keine Staubkante. Das ist der Stauraumvorteil, den kein Standardschrank aus dem Möbelhaus bietet. Wer unschlüssig ist: Raumhoch kostet wenig mehr und bringt am meisten – gerade in kleinen Räumen.

Entscheidung 5: Front und Farbe

Die ruhigste Lösung ist eine Front im Ton der Wand – der Schrank tritt zurück, der Raum wirkt größer. Wer den Schrank zeigen will, wählt Kontrast oder Holzoptik. Bedenken Sie die Nachbarschaft: Türen, Boden und Schrankfront sollten eine Familie bilden, keine Konkurrenz – die Grundregeln stehen im Beitrag Welche Tür passt zu welchem Boden?

Entscheidung 6: Selbst einräumen oder beraten lassen?

Bei einem Maßprojekt ist die Beratung Teil des Produkts. Senden Sie uns Maße, Fotos und eine kurze Liste Ihrer Garderobe – wir schlagen eine Aufteilung vor, die Sie dann verfeinern. So fließt die Erfahrung aus vielen Projekten in Ihren Schrank, bevor die erste Platte zugeschnitten wird.

Fazit: Sechs Antworten, ein passender Schrank

Standort vermessen, Türart wählen, Inhalt zählen, raumhoch denken, Front festlegen, Beratung nutzen – mehr braucht es nicht für eine Anfrage, aus der ein guter Schrank wird. Wer noch überlegt, ob es statt des Schranks gleich ein begehbarer Kleiderschrank sein soll: Was auf 4, 6 oder 8 Quadratmetern realistisch ist, rechnet der Beitrag Begehbarer Kleiderschrank: Was ist realistisch? vor.

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