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Kleiderschrank-Tiefe: Was bei 30, 40 und 50 Zentimetern wirklich passt
Ilyas Khan

Kleiderschrank-Tiefe: Was bei 30, 40 und 50 Zentimetern wirklich passt

Die Schrankfrage beginnt selten mit „Welchen will ich?" und fast immer mit „Wie tief darf er sein?" – denn die Tiefe bestimmt der Raum, nicht der Wunsch. Die gute Nachricht: Für jede Tiefe zwischen 30 und 60 Zentimetern gibt es eine funktionierende Innenlösung. Man muss nur wissen, welche – hier ist die ehrliche Übersicht, Zentimeter für Zentimeter.

Die Referenz: 60 Zentimeter – der Vollschrank

Bei rund 60 Zentimetern Innentiefe funktioniert alles: Kleiderbhügel hängen längs zur Rückwand (ein Bügel mit Jacke braucht gut 55 Zentimeter), Fachböden fassen gestapelte Pullover, Auszüge laufen in voller Tiefe. Das ist die Tiefe des klassischen Schlafzimmerschranks – und der Maßstab, an dem sich alle flacheren Lösungen messen.

50 Zentimeter: fast alles, mit einem Kompromiss

Bei 50 Zentimetern wird die Längs-Stange eng: Dicke Jacken streifen die Türen. Die Lösung sind schlanke Bügel und die Regel, voluminöse Mäntel anderswo zu hängen – etwa in der Flurgarderobe. Alles andere – Böden, Schubladen, Wäschefächer – funktioniert uneingeschränkt. Für Schlafzimmer, in denen zehn Zentimeter über Durchgang oder Engstelle entscheiden, ist 50 der kluge Kompromiss.

40 Zentimeter: das Reich der Querstange

Ab hier scheitert die Längs-Stange endgültig – und der wichtigste Trick des flachen Schranks übernimmt: die quergestellte Kleiderstange im 90-Grad-Winkel zur Rückwand. Die Kleidung hängt hintereinander statt nebeneinander; man sieht die erste Jacke frontal und blättert durch den Rest wie durch Aktenregister. Das kostet Übersicht, rettet aber die Hängefunktion. Der Rest der 40er-Tiefe gehört Fachböden (Pullover passen quer gefaltet perfekt) und flachen Schubladen für Wäsche.

30 Zentimeter: mehr, als man denkt

30 Zentimeter klingen nach Regal – und genau das ist die Stärke: gefaltete Kleidung, Schuhe (die meisten Paare brauchen um 30 Zentimeter), Taschen, Kisten für Accessoires. Hängen funktioniert nur noch mit kurzer Querstange für Hemden und Blusen. Als Alleinschrank fürs Schlafzimmer ist 30 zu wenig – als Ergänzungsschrank an der Wand, die sonst leer bliebe, im Flur oder in der Nische ist es die Tiefe, die aus totem Raum Stauraum macht; die Messanleitung dafür liefert Nische richtig ausmessen.

Die Systemfrage: Türen fressen Tiefe

Zur Innentiefe kommt die Türart: Drehtüren brauchen keinen Zusatzplatz in der Tiefe, aber Schwenkraum davor – Schiebetüren laufen in eigenen Spuren und kosten je nach System einige Zentimeter Innentiefe, sparen dafür den kompletten Schwenkbereich. Gerade bei knapper Raumtiefe entscheidet diese Abwägung mit; sie steht ausführlich im Vergleich Schiebetür oder Drehtür?

So planen Sie rückwärts: vom Raum zur Tiefe

Messen Sie den verfügbaren Platz und ziehen Sie die nötige Bewegungsfläche ab – vor Drehtüren rund 90 Zentimeter, vor Schiebetüren etwa 60 für bequemes Ein- und Ausräumen. Was übrig bleibt, ist Ihre Schranktiefe – und mit der Übersicht oben wissen Sie sofort, welches Innenleben dazu passt. Die Feinverteilung von Stangen, Böden und Auszügen übernimmt der Beitrag Innenaufteilung planen, die komplette Kaufvorbereitung die Kaufcheckliste. Und weil Maßfertigung in Zentimetern denkt statt in Rastern: Senden Sie uns Ihre Raumtiefe – wir bauen den Schrank exakt darauf, ob 34, 47 oder 58 Zentimeter.

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